Allgemein 12.10.2014

Und ein Lächeln von Martenstein

Der Journalist Harald Martenstein (Foto: picture alliance / dpa / Britta Pedersen)
Der Journalist Harald Martenstein (Foto: picture alliance / dpa / Britta Pedersen)

Sekt getrunken, Kekse geklaut, mit Russen getanzt und die Security alarmiert – Bloggerin Nora Bossong verabschiedet sich selig von der Messe.

Meine Lektorin Lina Muzur hat es noch immer nicht geschafft, ihren Koffer bei der Garderobe abzugeben, er steht vor dem Hanser-Stand, wir aber müssen los, Karen Köhler hat ein Podiumsgespräch mit Sandra Kegel und wir begleiten sie. Auch der Journalist einer großen deutschen Wochenzeitschrift ist dabei. Am FAZ-Stand bleiben der Journalist und ich erst mal am Rand stehen, Lina aber winkt uns entschlossen zu sich: „Es gibt auch Kekse!“, ruft sie.

Telefonieren auf dem Podium

Kurz darauf ruft Daniel Schreiber an.

„Sweetheart, wo bist Du?“, fragt er mich.
„Auf dem FAZ-Podium“, sage ich und bin selbst überrascht, dass das stimmt. Eigentlich wollte ich ja nur Kekse klauen.
„Wie? Und was machst Du da?“
„Telefonieren.“
„Nora!“

So schnell geht es, wenn man zu wenig geschlafen hat und die eigenen Schritte ein wenig wirr werden oder einfach viel viel zielgerichteter als sonst. Einen Gang weiter läuft jetzt auch noch Christian Wulff vorbei und kaum habe ich mich von den Keksen und Karen verabschiedet, begegne ich Harald Martenstein, der mich nett anlächelt, immerhin sind wir ja schon zusammen hergeflogen.

Als unsere Hanserentourage später gesammelt zurück an den Stand kommt, begrüßt uns ein Securitymann und fragt, ob das der Koffer sei, den er sicherstellen solle. Es habe Alarm gegeben.

Virtuelle Freundschaft

Was für ein schöner, ja geradezu angemessener Abschied von der Messe, auf der wir viel Sekt getrunken haben und noch mehr gelacht. Wir haben Raketen geangelt und die Bombenentschärfungskommission der Frankfurter Messe auf uns aufmerksam gemacht. Davor gab es Tänze mit den Russen, Groschenhefte, Gerüchte, Liebeserklärungen, einen Nobelpreis, noch mehr Sekt und mit Stefan Mesch einen großartige Bloggerkollegen. Wir sind uns kein einziges Mal leibhaftig begegnet, aber das holen wir hoffentlich einmal nach, im Virtuellen war es jedenfalls schon sehr nett mit ihm. Um 14.45 Uhr geht mein Flug.

Von Nora Bossong

Nora Boßong (Foto Rabea Edel)

Nora Bossong (Foto Rabea Edel)

Die Autorin Nora Bossong protokolliert für Deutschlandradio Kultur ihre Eindrücke von der Buchmesse.

Kommentare

  1. Ferkelbär

    Schön, daß sie so eine gute Zeit hatten. Andere hatten die nicht, die mussten arbeiten gehen.